STEFAN BOERI ARCHITETTI

Die von der Regionalregierung Provence-Alpes-Côte-Azur initiierte und zu großen Teilen finanzierte Villa Méditerranée (Kosten ca. 70 Millionen Euro) ist Ausstellungs- und Veran-staltungsort. Im Schnitt formt das Gebäude ein großes C, das sich zum Meer hin öffnet.

Über der Ebene in Untergeschoss liegt ein Wasserbassin. Die obere ist als 40 Meter vorkragende, massive und stützenlose Konstruktion ausgebildet. Durch die Fensterfront sind die Zickzacklinien der Stahlträger zu erkennen. Das als räumliches Scharnier fungierende Atrium ist atmosphärisch nüchtern und wird von einer zentralen Rolltreppe geprägt, die die Besucher ins Ober- und ins Untergeschoss leitet. Die Idee war, an möglichst vielen Punkten auf Wasser schauen zu können. So gibt es jetzt zahlreiche schmale, rechteckige Fensteröffnungen im Boden der oberen Ebene und in den Decken des unteren Ausstellungsraums sowie des angrenzenden, sechs Meter hohen Konzert- und Veranstaltungssaals.

Text (auszugsweise): https://www.bauwelt.de/themen/bauten/MuCEM-und-Villa-Mediterranee-Stefano-Boeri-Rudy-Ricciotti-Kulturhauptstadt-2013-Marseille-2153193.html

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